Titel: FSME-Impfung
Quelle: via Pfizer Pharma GmbH | Pressemitteilung

Die Zecken-Saison ist wieder eröffnet. Bereits jeder zweite Deutsche ist schon von Zecken gestochen worden. Das ergab eine Studie des Meinungsforschungsinstituts CiveyA im Auftrag von Pfizer. Unter den 56 Prozent der Betroffenen erlitten sogar 17 Prozent von ihnen mehr als fünf Zeckenstiche. Das Gefährliche an Stichen: Es können dabei Viren der Erkrankung „Frühsommer-Meningoenzephalitis“, bekannt als FSME, auf den Menschen übertragen werden. Was es mit FSME genauer auf sich hat und warum man sich unbedingt mit einer Impfung schützen sollte, erfahren Sie im Beitrag.

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Gefährlicher Zecken-Stich: Borreliose und FSME

Bei einem Zecken-Stich können sich die Viren der FSME auf den Menschen übertragen. Nicht jede Zecke trägt den Virus in sich, aber wenn, dann übertragen sich die Viren sofort auf den Menschen. Bei einem Stich sollte man dennoch immer schnell reagieren, denn auch wenn keine FSME-Erreger in der Zecke stecken, können sich Borreliose-Viren mehrere Stunden nach dem Stich im menschlichen Körper verteilen.

Deswegen Zecken immer sofort entfernen bzw. entfernen lassen beim Arzt, da man so auch eine Lyme-Borreliose vermeiden kann. Borreliose-Bakterien verursachen Wanderröte, eine ringförmige Rötung um die Stelle des Zecken-Stiches, ggf. allgemeine Krankheitssymptome wie Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen. Auch kann das Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies zeigt sich durch Gesichtslähmung und einer Entzündung der Hirnhäute. Lyme-Borreliose kann man mit Antibiotika behandeln, aber es können dauerhafte Schäden verbleiben. Hat die Zecke allerdings die FSME-Erreger in sich, kann man auch durch rasches Entfernen des Tieres die Virenübertragung nicht vermeiden.

Die FSME-Erreger befinden in den Speicheldrüsen der Zecken befinden, übertragen sich sofort und attackieren dann Hirnhäute und das zentrale Nervensystem. Man durchläuft zwei Phasen: Zuerst tauchen grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auf. Dann kann es zur Erkrankung der Hirnhaut kommen, einer Hirnhautentzündung  (Meningitis), der Entzündung des Gehirns (Meningoenzephalitis) oder sogar dem Befalle des Rückenmarks (Meningoenzephalomyelitis).  Es ist mit ein Zecken-Stichs und v.a. FSME also nicht zu spaßen. Folgeschäden können gravierend und dauerhaft sein: Lähmungen, Schluck- und Sprachstörungen sind nur Beispiele. Ein Medikament gegen FSME gibt es aktuell nicht. Jedoch kann man sich präventiv schützen, mit einer Impfung gegen die gefährliche Krankheit. Dabei gibt es sogar einen Impfschutz für alle, die es dringend haben, erklärt uns Prof. Dr. med. Tomas Jelinek vom Centrum für Reisemedizin Berlin, von dem wir Infos über die Krankheit und Zecken-Impfung dagegen erhalten haben. Der Hausarzt kann einem hier weiterhelfen.

Ausbreitung der FSME-Risikogebiete

Ein Zecken-Stich kann jeden treffen, denn Zecken können überall da lauern, wo es grün ist. Z.B. im heimischen Garten beim Sonnen, auf dem Fußballplatz mit den Kindern, im Wald beim Spazieren oder beim Picknicken im Park. Auch wenn im Namen der Krankheit Frühsommer-Meningoenzephalitis „Frühsommer“ vorkommt, ist man das ganze Jahr der Gefahr ausgesetzt, durch einen Zecken-Stich an FSME zu erkranken. Es gibt zahlreiche FSME-Risikogebiete, in Deutschland sind es mehr als 40 Prozent aller Stadt- und Landkreise. Laut RKI gibt es seit März auch drei neue Risiko-Gebiete, nämlich den Stadtkreis München, Landkreis Fürstenfeldbruck in Bayern sowie den Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. Aus diesem Grund empfiehlt die STIKO, die Ständige Impfkommission, besonders Menschen, die in Risikogebieten leben, sich mit gegen FSME impfen zu lassen. Besonders auch Kinder sollte man impfen lassen, da diese viel Zeit draußen verbringen.

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Quelle: via Pfizer Pharma GmbH | Pressemitteilung

Bei Kindern ist der FSME-Verlauf zwar milder, dennoch können Langzeit-Folgeschäden entstehen. Man kann sein Kind ab dem Alter von einem Jahr impfen lassen. Die Kosten für die Impfung werden für Aufenthalte in deutschen FSME-Risikogebieten von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen. Wer in ein Risikogebiet im Ausland reist, bekommt ebenfalls bei vielen Versicherungen die Kosten erstattet.

Die FSME-Impfung

Die Impfung gegen FSME erfolgt in der Regel durch den Hausarzt und Kinderarzt. Aber auch bei Fachärzten oder Reiseärzten kann man sich impfen lassen. Dabei den Impfpass nicht vergessen und regelmäßig kontrollieren lassen. Man braucht drei Impfungen, wobei die ersten beiden im Abstand von ein bis drei Monaten und die Dritte nach frühestens nach fünf bis zwölf Jahren erfolgen sollte. Es kommt dabei auf den Impfstoff an. Danach alle drei bis fünf Jahre zum Arzt gehen, wobei es auf das Alter und wiederum den Impfstoff ankommt. Bei der Schnellimmunisierung bedarf es einem speziellen FSME-Impfstoff, bei dem die ersten beiden Dosen im Abstand von 14 Tagen geimpft werden. Die dritte Dosis erfolgt im fünften bis 12. Monat nach der zweiten Impfung.

Titel: FSME-Impfung
Quelle: via Pfizer Pharma GmbH | Pressemitteilung

Die FSME-Impfung gilt als eines der sichersten Arzneimittel, unterliegt strengen Kontrollen und umfangreichen Zulassungsstudien sowie Qualitätsstandards. Die Verträglichkeit ist sowohl für Kinder als auch Erwachsene hoch. Zur Corona-Impfung muss bei der FSME-Impfung als Tot-Impfstoff laut STIKO kein zeitlicher Abstand eingehalten werden.

Ebenfalls sehr wichtig für unseren Körper ist Prävention vor UV-Strahlung. Hier in diesem weiteren Beitrag haben wir einen Ratgeber für Sonnencremes bei unterschiedlichen (Haut- und Alltags-) Bedürfnissen.

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