Viele Frauen schlafen in der Perimenopause plötzlich schlechter, obwohl sie ihre Gewohnheiten kaum verändert haben. Sie liegen lange wach, werden nachts mehrfach munter oder sind bereits in den frühen Morgenstunden hellwach. Häufig kommen Hitzewallungen, Nachtschweiß, innere Unruhe und Stimmungsschwankungen hinzu. Die Beschwerden sind keine Einbildung, sondern können mit den hormonellen Veränderungen vor der letzten Monatsblutung zusammenhängen.

Warum sich der Schlaf verändert

Die Perimenopause bezeichnet die Übergangsphase vor der Menopause. In dieser Zeit können die Spiegel der Geschlechtshormone deutlich schwanken. Schlafprobleme gehören neben unregelmäßigen Blutungen, Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen zu den möglichen Beschwerden. Allerdings erlebt jede Frau diese Phase anders. Manche bemerken kaum Veränderungen, andere fühlen sich über einen längeren Zeitraum stark belastet.

Besonders störend sind nächtliche Hitzewallungen. Wer verschwitzt aufwacht, die Kleidung wechseln oder das Fenster öffnen muss, findet anschließend möglicherweise nur schwer zurück in den Schlaf. Auch Herzklopfen, Grübeln, Ängste oder eine gereizte Stimmung können das Ein- und Durchschlafen erschweren.

Eine feste Schlafroutine schaffen

Regelmäßige Schlafens- und Aufstehzeiten helfen dem Körper, einen stabilen Rhythmus zu entwickeln. Auch nach einer schlechten Nacht sollte möglichst nicht bis weit in den Vormittag geschlafen werden. Lange oder späte Nickerchen können den Schlafdruck am Abend zusätzlich verringern.

Eine ruhige Routine vor dem Zubettgehen erleichtert den Übergang in die Nacht. Dazu können Lesen, leise Musik, Atemübungen oder eine kurze Entspannungseinheit gehören. Arbeit, aufregende Serien und endloses Scrollen auf dem Smartphone sollten nicht bis unmittelbar vor dem Einschlafen reichen.

Titel: Eine ruhige Nahaufnahme einer Frau, die friedlich im sanften Morgenlicht entspannt und die Gelassenheit betont.
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Das Schlafzimmer kühl halten

Bei Nachtschweiß ist ein eher kühles Schlafzimmer hilfreich. Leichte Bettwäsche, atmungsaktive Schlafkleidung und mehrere dünne Decken sind oft praktischer als eine schwere Bettdecke. So lässt sich die Temperatur während der Nacht leichter anpassen.

Alkohol, scharfes Essen, heiße Getränke und viel Koffein können bei manchen Frauen Hitzewallungen oder Schlafprobleme verstärken. Ein persönliches Tagebuch kann zeigen, ob bestimmte Lebensmittel, Getränke oder Situationen mit besonders unruhigen Nächten zusammenfallen.

Bewegung und Entspannung einplanen

Regelmäßige Bewegung unterstützt das körperliche und seelische Wohlbefinden. Spaziergänge, Radfahren, Schwimmen und Krafttraining können helfen, Stress abzubauen. Intensiver Sport unmittelbar vor dem Schlafengehen ist jedoch nicht für jeden geeignet.

Auch Entspannungsverfahren und kognitive Verhaltenstherapie können sinnvoll sein. Die kognitive Verhaltenstherapie hilft dabei, belastende Gedanken und ungünstige Schlafgewohnheiten zu verändern. Sie kann sowohl bei allgemeinen Schlafproblemen als auch bei Beschwerden während der Perimenopause eingesetzt werden.

Titel: Frau Im Weißen Hemd, Das Auf Bett Liegt
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Behandlungsmöglichkeiten ärztlich besprechen

Bleiben Schlafprobleme über mehrere Wochen bestehen, beeinträchtigen sie den Alltag oder treten starke Hitzewallungen hinzu, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Auch Schilddrüsenerkrankungen, Depressionen, Angststörungen, Schlafapnoe und bestimmte Medikamente können den Schlaf beeinflussen.

Bei ausgeprägten Wechseljahresbeschwerden kann eine Hormontherapie infrage kommen. Sie kann unter anderem Hitzewallungen, Nachtschweiß und damit verbundene Schlafprobleme lindern, ist aber nicht für jede Frau geeignet. Nutzen und Risiken müssen individuell ärztlich abgewogen werden.

Schlafprobleme nicht einfach hinnehmen

Schlechter Schlaf kann Konzentration, Stimmung, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Frauen müssen anhaltende Beschwerden daher nicht als unvermeidbaren Teil des Älterwerdens akzeptieren. Oft helfen bereits gezielte Veränderungen im Alltag. Reichen diese nicht aus, stehen medizinische und therapeutische Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Die Military-Sleep-Methode für besseren Schlaf präsentieren wir hier.

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