Guter Schlaf beginnt nicht erst, wenn das Licht ausgeht. Das Schlafzimmer hat großen Einfluss darauf, ob der Körper zur Ruhe kommt oder innerlich wach bleibt. Zu hell, zu warm, zu laut, zu vollgestellt oder zu sehr mit Arbeit verbunden – all das kann den Schlaf stören. Eine schlaffreundliche Einrichtung muss dabei nicht luxuriös sein. Entscheidend sind Ruhe, Dunkelheit, angenehme Temperatur und das Gefühl, dass dieser Raum wirklich Erholung erlaubt.
Gesund.bund.de empfiehlt für besseren Schlaf unter anderem ein abgedunkeltes, gut gelüftetes Schlafzimmer mit einer Temperatur zwischen 16 und 18 Grad.
Dunkelheit als Einschlafsignal
Licht ist einer der wichtigsten Taktgeber für den Körper. Wird es dunkel, kann sich der Organismus besser auf Schlaf einstellen. Deshalb sollte das Schlafzimmer möglichst frei von störenden Lichtquellen sein. Verdunkelungsvorhänge, Rollos oder Jalousien helfen besonders in hellen Sommernächten oder bei Straßenbeleuchtung vor dem Fenster.
Auch kleine Lichtpunkte können stören: Stand-by-Lampen, blinkende Ladegeräte, helle Wecker oder das Smartphone auf dem Nachttisch. Wer nachts aufstehen muss, sollte lieber ein warmes, gedimmtes Orientierungslicht nutzen statt greller Beleuchtung. So bleibt der Körper eher im Ruhemodus.
Quelle: _KopiDiKakiGunung_ via Pexels | Pexels Photo LicenseKühl, frisch und angenehm
Ein zu warmes Schlafzimmer macht das Einschlafen schwerer. Der Körper muss zum Schlafen etwas herunterfahren können. Deshalb ist eine eher kühle Raumtemperatur sinnvoll. Regelmäßiges Lüften, leichte Bettwäsche und atmungsaktive Materialien können helfen. Auch Gesundheitsinformation.de nennt eine ruhige, dunkle Schlafumgebung mit angenehmer Temperatur als wichtigen Teil guter Schlafhygiene. (gesundheitsinformation.de)
Im Sommer helfen leichte Decken aus Baumwolle, Leinen oder Lyocell. Im Winter sollte die Decke wärmen, ohne Hitzestau zu erzeugen. Wer nachts schwitzt, sollte auf synthetische Materialien verzichten und lieber atmungsaktive Stoffe wählen.
Ordnung beruhigt den Kopf
Ein Schlafzimmer muss kein perfekter Showroom sein. Trotzdem wirkt Unordnung oft unruhig. Wäscheberge, offene Kartons, Unterlagen, Kosmetik, Kabel oder Arbeitsmaterial erinnern an unerledigte Aufgaben. Das kann es schwerer machen, innerlich abzuschalten.
Hilfreich ist eine klare Regel: Alles, was nicht zum Schlafen, Anziehen oder Erholen gehört, sollte möglichst nicht sichtbar sein. Geschlossene Schränke, Körbe, Nachttische mit Schubladen und ein fester Platz für Kleidung schaffen Ruhe. Je weniger der Blick abends festhält, desto leichter kann der Kopf loslassen.
Das Bett nur mit Ruhe verbinden
Das Bett sollte möglichst nicht zum Arbeitsplatz, Esstisch oder Dauer-Sofa werden. Wer dort E-Mails beantwortet, Serien schaut, Nachrichten liest oder Probleme wälzt, verbindet den Schlafplatz unbewusst mit Aktivität. Bei Schlafproblemen wird deshalb oft empfohlen, das Bett vor allem mit Schlaf zu verbinden. (gesund.bund.de)
Auch das Smartphone gehört besser nicht direkt neben das Kopfkissen. Nachrichten, Social Media und helles Bildschirmlicht verlängern den Tag künstlich. Eine Ladestation außerhalb des Schlafzimmers oder zumindest außer Reichweite kann helfen.
Weiche Farben und warmes Licht
Farben beeinflussen die Stimmung. Sanfte Töne wie Creme, Sand, Salbeigrün, Hellgrau, warmes Weiß oder gedecktes Blau wirken ruhiger als grelle Farben oder starke Kontraste. Auch Licht spielt eine große Rolle. Eine helle Deckenlampe ist praktisch, aber für den Abend oft zu hart. Besser sind kleine Lichtquellen: Nachttischlampe, indirektes Licht oder dimmbare Leuchten mit warmem Ton.
Quelle: Curtis Adams via Pexels | Pexels Photo LicenseEin Raum zum Ankommen
Ein schlaffreundliches Schlafzimmer muss nicht perfekt sein. Es sollte dunkel, kühl, ruhig, ordentlich und angenehm wirken. Wer den Raum bewusst von Arbeit, Unruhe und Reizüberflutung trennt, macht Schlaf wahrscheinlicher. So wird das Schlafzimmer nicht nur ein Ort mit Bett, sondern ein echter Rückzugsraum für Erholung.
Wie wir besser schlafen, wenn die Tage kürzer werden, verraten wir hier.


