Immersive Erlebniswelten rund um Netflix-Serien (und andere Streamer) sind gerade dabei, vom „Fan-Event“ zur eigenen Freizeitkategorie zu werden: Man schaut nicht nur eine Story – man tritt buchstäblich hinein. Statt passiv auf dem Sofa zu sitzen, erleben Besucher*innen Serienwelten als begehbare Sets, mit Sounds, Licht, Gerüchen, Schauspiel-Interaktionen, Rätseln, Foto-Spots, Merch und oft auch thematischem Essen. Netflix bündelt das inzwischen sogar dauerhaft unter Netflix House – also festen Erlebnisstandorten, die sich wie ein Serien-Freizeitpark im Einkaufszentrum anfühlen.

Live-Action-Rollenspiel & „Du bist die Hauptfigur“

Hier führen Performer*innen durch Szenen, es gibt Aufgaben oder kleine Entscheidungen, und man bewegt sich wie in einer Episode durch verschiedene Räume. Das Ziel ist ein emotionales „Mittendrin“-Gefühl, nicht zwingend „Gewinnen“.

Escape-Room- und Quest-Formate

Gerade bei Abenteuer- oder Mystery-Serien sind Rätsel und Team-Aufgaben ideal. In Netflix House Philadelphia wird z. B. eine „ONE PIECE“-Quest als interaktive Escape-Room-ähnliche Experience beschrieben; parallel gibt es eine „Wednesday“-inspirierte Erlebnisfläche.

Event-Bälle, Glamour & Social-Worldbuilding

Ein gutes Beispiel ist The Queen’s Ball: A Bridgerton Experience: Kostüme, Regency-Inszenierung, Tanzfläche, Musik, Begegnungen mit Figuren – ein Abend, der bewusst auf Eleganz und „Romance Fantasy“ setzt.

Wettkampf- und Challenge-Erlebnisse

Bei Squid Game: The Experience wird der Thrill über nachgespielte Games erzeugt – aber als Freizeit-Event mit Kulinarik/„Night Market“-Anteil statt düsterer Serienbrutalität.

Dauerhafte Erlebnis-Hubs mit Food, Games & Shopping

Netflix House kombiniert „Featured Experiences“, VR/Arcade, Mini-Golf und Gastronomie (Netflix Bites) – und wechselt die Inhalte regelmäßig, ähnlich wie das Streaming-Programm selbst.

Titel: Foto Des Bechers Nahe Flachbildfernseher
Quelle: John-Mark Smith via Pexels | Pexels Photo License

Warum sind diese Erlebniswelten für viele Frauen besonders attraktiv?

Ohne zu behaupten, dass „Frauen so sind“, funktionieren diese Formate für viele weibliche Fans oft gut, weil sie gemeinsam planbar sind (Freundinnenabend, Geburtstag, Date-Night), ästhetisch stark inszeniert werden (Outfits, Fotos, Musik, Set-Design) und häufig soziale Rollen anbieten: zusammen rätseln, zusammen tanzen, zusammen lachen – statt allein „Highscore-Druck“. Gerade „Bridgerton“-Formate belohnen das Mitmachen über Styling, Haltung, kleine Interaktionen und Community-Vibes.

Der große Effekt: Fandom wird „IRL“

Streaming lebt von Bindung – immersive Welten verlängern diese Bindung in den Alltag: Man kann Szenen nachstellen, Inside-Jokes teilen, Content für Social Media erzeugen, und die Serie wird zum Gesprächsanlass im echten Leben. Netflix positioniert Netflix House ausdrücklich als Ort, an dem man Serien „explore, taste, play, shop“ kann.

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