Multisensorische Self-Care meint: Du nutzt gezielt mehrere Sinne (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten/Körpergefühl), um dein Nervensystem von „Anspannung“ in „Regeneration“ zu bringen. Das wirkt oft leichter als reine „Kopf-Techniken“, weil der Körper schneller versteht: Jetzt ist sicher, jetzt darf ich runterfahren. Es geht nicht um Luxus, sondern um kleine, wiederholbare Reize im Alltag.

Tasten & Körpergefühl: der schnellste Reset

Viele Frauen finden Ausgleich über den Körper: Wärme, Druck, Rhythmus. Beispiele: eine warme Dusche oder ein Fußbad, eine Wärmflasche im Nacken, eine kurze Selbstmassage mit Bodylotion, Dehnen/Yoga, 10 Minuten Spazieren. Auch „tiefer Druck“ beruhigt: eine schwere Decke (wenn du sie magst), festes Eincremen, eine Umarmung, oder einfach beide Hände aufs Brustbein legen und ruhig atmen. Der Trick ist: langsam und bewusst, nicht „nebenbei“.

Hören: Stimmung in Minuten beeinflussen

Sound ist ein unterschätzter Hebel. Baue dir 2–3 Playlists: „Runterkommen“, „Fokus“, „Energie“. Für Stressmomente funktionieren ruhige Musik, Naturgeräusche oder ein kurzer Bodyscan-Audio. Noch effektiver wird es, wenn du Hören mit Bewegung koppelt: 10 Minuten „Walk & Listen“ nach Feierabend.

Riechen: ein schneller Anker

Gerüche sind eng mit Emotionen verknüpft. Nutze ein „Signatur-Aroma“ für Entspannung (z. B. Lavendel, Zitrus, Eukalyptus – was dir guttut): als Roll-on, Duftstein oder beim Duschen. Wichtig: weniger ist mehr. Wenn du empfindlich bist oder Migräne hast, wähle sehr milde Düfte oder lass diesen Sinn aus. In Haushalten mit Kindern/Haustieren: sicher und sparsam anwenden.

Sehen: visuelle Reizdiät statt Dauer-Input

Viele Frauen sind mental überladen – nicht nur müde. Visuelle Self-Care heißt: Licht und Umgebung beruhigen. Dimme abends das Licht, reduziere „optisches Chaos“ (eine kleine Ecke aufräumen reicht), nutze Kerzen/indirektes Licht, oder geh 5 Minuten ans Fenster und schaue bewusst in die Ferne (Augen entspannen!). Auch Natur wirkt: Fotos, Pflanzen oder ein kurzer Spaziergang im Grünen.

Schmecken: beruhigende Rituale statt „Stressessen“

Schmecken hilft, wenn es ritualisiert ist: ein Tee (Kamille, Pfefferminze, Ingwer), ein warmer Kakao, eine Suppe, oder bewusst langsam ein Stück dunkle Schokolade genießen. Der Unterschied zu Stresssnacks: sitzen, spüren, langsam. Dadurch wird es ein Regenerationsmoment statt Automatismus.

Titel: Zitronentee Serviert Auf Teetasse
Quelle: Ngô Trọng An via Pexels | Pexels Photo License

Eine kinderleichte 10-Minuten-Routine (alle Sinne in klein)

  • 2 Min: warmes Getränk (Schmecken)
  • 2 Min: Duft oder frische Luft (Riechen)
  • 2 Min: Dehnen + Hände auf Körper (Tasten/Körper)
  • 2 Min: Musik/Naturklänge (Hören)
  • 2 Min: Kerzenlicht oder Blick ins Grüne (Sehen)

Wiederholungen

Wichtig: Multisensorik wirkt am stärksten durch Wiederholung. Lieber täglich 10 Minuten als einmal im Monat ein „Spa-Tag“.

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